Bildung

Alle Schülerinnen und Schüler sollen ihre individuellen Zukunftschancen in unserer Gesellschaft selbstständig gestalten und wahrnehmen.

Geborgenheit

Uns ist es wichtig, in einer Schulatmosphäre zu arbeiten, die von Teamgeist, Freude am Lernen und einem vertrauensvollen, demokratischen Umgang miteinander geprägt ist.

Respekt

Toleranz ist für uns die Grundlage unserer Erziehungsarbeit: Wir akzeptieren uns in unserer Verschiedenheit und begegnen einander mit Respekt und Höflichkeit.

Aktuell:

Unter der Rubrik "Wissenswertes"

finden Sie die Materiallisten

für das nächste Schuljahr 2019_20

Das "forum-theater" aus Wien war erneut bei uns zu Gast und präsentierte eine gekürzte Fassung von Lessings Klassiker "Nathan der Weise". 

Das Stück spielt in Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge, also vor gut 800 Jahren! Die Thematik ist heute immernoch aktuell: Ein Plädoyer für Toleranz und das friedliche Nebeneinander aller Religionen.

Das Haus des jüdischen Kaufmanns Nathan hat gebrannt. Fast wäre seine Tochter Recha in den Flammen umgekommen, doch ein Unbekannter rettet sie. Der junge Held ist Christ und will mit Juden nichts zu tun haben. Aber nun empfindet er eine Zuneigung zu dem jüdischen Mädchen. Allerdings ist auch er gerade erst dem Tod entronnen: Als Tempelritter kämpfte er mit dem Kreuzzugsheer gegen die muslimische Besatzung Jerusalems und geriet in Gefangenschaft des Sultans Saladin, der ihn jetzt jedoch unverhofft begnadigt.

In Jerusalem leben Ende des 12. Jahrhunderts Juden, Muslime und Christen miteinander in einem zerbrechlichen Waffenstillstand. Misstrauen, Intoleranz und Gewaltausbrüche gehören zum Alltag. Der Sultan braucht zum Regieren dringend Geld, also ruft er den Geschäftsmann Nathan zu sich. Scheinbar nebenbei konfrontiert er ihn mit der heiklen Frage, welche Religion die wahre und richtige sei. Nathan antwortet mit einem Gleichnis: "Vor grauen Jahren lebt`ein Mann im Osten, der einen Ring von unschätzbarem Wert`aus lieber Hand besaß." Mit diesem Satz beginnt die immer wieder zitierte Ringparabel, um die herum Lessing sein Drama schrieb. Sie besagt, dass es die einzig wahre Religion nicht geben kann, weil sich alle Religionen auf einen nicht belegbaren Glauben gründen. Und dieses Gleichnis ist so überraschend und schön, dass Saladin nun den Juden Nathan um seine Freundschaft bittet.

Mehr noch: Im weiteren Verlauf der Handlung stellt sich heraus, dass der christliche Tempelherr und die jüdische Recha Geschwister sind und dass der muslimische Sultan Saladin deren Onkel ist!- Die Angehörigen dreier Religionen finden sich so zu einem glücklichen Bund.- Ein fast märchenhafter Ausgang des Stücks!

Die Lektion der Ringparabel erinnert immer wieder daran, dass Juden, Christen und Moslems nicht allein Gläubige, sondern in erster Linie Menschen sind. In sehr eindrucksvoller Weise schaffen es die vier Schauspieler des Tourneetheaters, diese Weisheit unseren Schülern der siebten, achten, neunten und zehnten Klassen zu vermitteln.

Die Fotos der Aufführung:

Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.

(Chinesisches Sprichwort)

Wir ermutigen unsere Schüler, sich offen,

tolerant und selbstbewusst

den Herausforderungen

des Lebens zu stellen.

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